Jasmin Ziegenfuss

Ich bin mit Tieren aufgewachsen, weshalb die Frage nach einem Hund als Mitbewohner nur eine Frage der Zeit war. Als ich (endlich!) 18 wurde und auszog, stand für mich fest: „Ich kaufe mir einen Hund.“ Er sollte zu mir und meinem Lebensstil passen und so sinnierte ich über Rasse, Größe, Alter, Optik und Anspruch. Schnell stand fest - nicht zu groß sollte er sein. Ich wollte ihn schließlich mit in die Uni nehmen. Auch „Anfängerfreundlichkeit“ war ein wichtiges Kriterium. Also fragte ich Google um Rat. Die Suchmaschine liegt ja schließlich niemals falsch. Google präsentierte mir auch schnell den perfekten Anfängerhund – einen Spitz. Zielgerichtet suchte ich nun nach Anzeigen im Internet und kurz darauf zog mein Nuka ein. Er ist ein Spitz – Border Collie Mischling, der mir schnell beibrachte, dass Google sich doch manchmal irrt und ein Spitz leider kein „Anfängerhund“ ist. 

Und so begann mein neuer Alltag, gespickt von Erziehungsfehlern, vielen Fragen und Herausforderungen. Anfangs waren wir in einer Rettungshundestaffel aktiv, später im Hundesport, vor allem im Agility. Nuka und ich wurden ein gutes Team und in mir wuchs der Wunsch, mehr über Hunde zu lernen.

 

Im Mai 2020 zog mein zweiter Hund, Fenris, ein – Ein Mischling aus dem Auslandstierschutz und das absolute Gegenteil von Nuka. Ängstlich und menschenscheu. Auch hier unterliefen mir viele Erziehungsfehler. Ich überforderte ihn so manches Mal oder ließ ihn mit seinen Problemen allein. Ich kannte mich einfach zu wenig aus. Aber genau dies führte dazu, dass das Bedürfnis nach mehr Wissen über meine zwei Vierbeiner wuchs. So gab letztlich Fenni mir den Anstoß, „Hundetrainerin“ zu werden.

 

Zunächst gab ich im Hundesportverein „Welpentraining“ und erlangte auch im Bereich Agility mehr Wissen. Das war für mich aber noch nicht das Richtige. Ich wollte mehr über Hunde lernen, Körpersprache verstehen und mich richtig aus- und weiterbilden. Eine gute Freundin empfahl mir dann das „Hundezentrum Herwig“ und so meldete ich mich bei Jacqueline und bekam diese einmalige Chance. Ich begann meine Ausbildung und vier Monate später zog mein dritter Hund, Veil, ein X-Malinois, bei mir ein. Veil hat in seinem ersten Lebensjahr auch gleich alles darangesetzt, mir auch „ja vieles beizubringen“, was ich als Hundetrainerin brauchen werde.

 

Auch, wenn ich längst als Trainerin arbeite, fertig bin ich noch lange nicht. Mit jedem Hund und seinem Menschen lerne ich dazu.

Und zuhause lerne ich von meinen drei „Jungs“, mit denen ich viel unterwegs und in verschiedenen Bereichen aktiv bin: 

• Zughundesport – CaniCross und Bikejöring

• Mantrailing

• Unterordnung

• Mondioring

 

„Wer sagt, Glück könne man nicht kaufen, hat nie einen Hund besessen.“

Gene Hill

 

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